Hubert Dobers

Hubert Dobers

Juni 2021
Alter: 90
Wohnort:
Euskirchen
Beruf:
Jurist (Assessor), französischer Diplomjurist (Rechtsvergleichung)/ Universität Paris, Absolvent der französischen Verwaltungshochschule
Arbeitgeber:
im Ruhestand
Hobbys:
Geschichte (v.a. der arabischen Welt/ deutsche Kolonialgeschichte), Entwicklungspolitik

Ehrenamtliche Tätigkeit:

seit 2015 Beratung/Begleitung Geflüchteter, vor allem aus arabischen und afrikanischen Ländern, z.T. während bis zu 2 ½ Jahren (im Auftrag von Caritas und/oder DRK); seit 2015 Übersetzung (englisch/französisch) von (Beratungs-)Gesprächen mit Geflüchteten bei amtlichen Stellen und karitativen Organisationen, seit 3 Jahren verstärkt auch schriftliche Übersetzungen; von 2001 bis 2014  Mitglied des Arbeitskreises der Seniorinnen und Senioren der Kreisstadt Euskirchen, von 2004 bis 2014 dessen Vorsitzender; seit 2001 Vorsitzender des Stadtverbandes Euskirchen der Senioren Union; seit 2001 (als Gründungsmitglied; außer während zwei Jahren) Mitglied des Arbeitskreises der Christen und Muslime in der Stadt Euskirchen; seit 2018 Beauftragter der kath. Gemeinde Euskirchen für Wortgottesdienste (Schwerpunkt: Seniorenheime in der Stadt Euskirchen)

Tätigkeitsort:
Stadt und Kreis Euskirchen

Ehrenamtlich tätig seit:
2001

Was bedeutet das Ehrenamt für Sie?

„Die Möglichkeit etwas zurückzugeben, was ich als Bereicherung für mein Leben empfangen habe. Die Gelegenheit, Menschen zu unterstützen, die sich in Lebensumständen befinden, die sie nicht zu verantworten habe. Und außerdem dazu beizutragen, dass Schieflagen in der (Welt-)Gesellschaft, auch in der deutschen Gesellschaft, wenigstens ein bisschen, korrigiert werden (Orientierung nach Menschenrechten und Solidarität).“

Wie sind Sie zum Ehrenamt gekommen?

„Durch die Aufforderung mich zur Verfügung zu stellen. Dies kam von Personen, die meinen beruflichen und sonstigen Lebensweg kannten. Zusätzlich das persönliche Betroffensein von Geschehnissen im engeren Umfeld und die Überzeugung, durch eigenes Tun und Verhalten die Stellschrauben in der Gesellschaft (mit-)drehen zu können. Zuletzt konnte ich so auch den Kontakt mit Gebieten in Afrika und dem Nahen Osten, in denen ich lange Zeit gelebt habe, mittels Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, aufrechterhalten.“

Was macht Ihnen am Ehrenamt Spaß?

„Das Zusammenwirken mit Menschen verschiedener Herkunft, Erfahrungen und Sprachen:“

Was war Ihr schönstes Erlebnis?
„Was das Schönste war, kann ich auch nach einigem Überlegen nicht sagen: es gibt viele schöne Erlebnisse.“

Warum sollten andere Menschen dieses Ehrenamt auch machen?
Weil ich der Ansicht bin, dass durch persönlichen Einsatz auf der Grundlage von Erfahrungen und Fähigkeiten unsere Gesellschaft zum Besseren verändert werden kann.“

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
„Da habe ich eine Menge Wünsche: für meine Familie, für die Gesellschaft, in der ich lebe, für die Kirche, der ich angehöre, für mich selbst und meine Gesundheit.“

Die Projekte in Kürze:

 

Seit 2017 betreut das Kommunale Bildungs- und Integrationszentrum (KoBIZ) des Kreis Euskirchen das Angebot des „Übersetzungshilfe-Pools“. Dieser bietet Institutionen Übersetzungshilfen in ca. 40 verschiedenen Sprachen und Dialekten an. Er besteht aus ehrenamtlichen Laien-Sprachmittler*innen, die bei Verständigungsproblemen aufgrund von Sprachbarrieren helfen. Einsatzbereich sind alltägliche Gespräche in Behörden, Beratungsstellen sowie Sozial- und Bildungseinrichtungen.

Mehr Informationen zum Übersetzungshilfe-Pool finden Sie hier:
https://www.kreis-euskirchen.de/buergerservice/kobiz/KI_Archiv_23206.php 

Informationen in einfacher Sprache und in mehreren Sprachen sind auch hier vorhanden:  https://www.kreis-euskirchen.de/buergerservice/downloads/rb/49-Information-in-many-languages.pdf

Der „Arbeitskreis Christen und Muslime in Euskirchen“ möchte das Miteinander der Glaubensgemeinschaften stärken. In regelmäßigen Abständen treffen sich Frauen und Männer aus der katholischen Pfarrei St. Martin, der türkisch-islamischen Gemeinde und der evangelischen Kirchengemeinde. Dabei steht der Austausch zu Themen der Integration, zu aktuellen Herausforderungen und zu gemeinsamen Projekten im Vordergrund.