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Marlene Schuler

7. Oktober 2021
Oktober 2021
Alter: 19
Wohnort:
Bad Münstereifel
Beruf:
Bufdi im Denkmalschutz
Arbeitgeber:
IJGD/ Verein zur Erhalt des Xantener Domes e.V.
Hobbys:
alle Bereiche der Kunst & Gesellschaft, Konzerte, reisen

Ehrenamtliche Tätigkeit

Hilfszentrum in den Arloffer Thonwerken, Fluthilfe, Handwerkervermittlung, Koordinierung der Spenden, Organisation des Hilfszentrums

Tätigkeitsort:

Arloff, Bad Münstereifel

Ehrenamtlich tätg seit:

16.07.2021

Was bedeutet das Ehrenamt für Sie?

„Ehrenamt ist Berufung und manchmal ein Ergebnis von „einfach machen“. Ich glaub man muss für seinen ehrenamtlichen Bereich brennen, um diese Arbeit leisten zu können. Dann ist es auch völlig selbstverständlich und gehört zum eigenen Leben dazu. Zum Beispiel habe ich mir bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Gedanken darübergemacht, dass ich tatsächliche Ehrenamtlerin bin.“

Wie sind Sie zum Ehrenamt gekommen? 

„Als die Flut kam, war ich gerade in Franken bei dem anderen Teil meiner Familie. Über Nacht habe ich mit der Hilfe des Dorfes, Radio, Fernsehen, Zeitung und der Social Media Seite eines Edekas einen der ersten Hilfekonvois organisiert. Dieser steuerte die Arloffer Thonwerke an.“

Was macht Ihnen am Ehrenamt Spaß? „Ehrenamt ist keine Selbstverwirklichung. Alle sind gleich und alle steuern ihr Bestes zu einem Projekt bei. Es funktioniert auch nur so lange man gemeinsam Entscheidungen trifft und man sich gegenseitig vertrauen und verlassen kann z.B. Kommunikationswege als zentrales Element –unabhängig von Hierarchie bzw. “Werte eines Einzelnen“

Was macht Ihnen am Ehrenamt Spaß?

„Ehrenamt ist keine Selbstverwirklichung. Alle sind gleich und alle steuern ihr Bestes zu einem Projekt bei. Es funktioniert auch nur so lange man gemeinsam Entscheidungen trifft und man sich gegenseitig vertrauen und verlassen kann z.B. Kommunikationswege als zentrales Element –unabhängig von Hierarchie bzw. “Werte eines Einzelnen“

Was war Ihr schönstes Erlebnis?

„Wir hatten viele lustige Momente. Doch das schönste Erlebnis ist wohl unser Projekt. „Die heile Welt im Chaos“, wenn man Menschen Struktur und Zuversicht gibt und wie aus unserem Team, bestehend aus zunächst völlig Fremden, unbezahlbare Freunde werden.“

Warum sollten andere Menschen dieses Ehrenamt auch machen?

„Unter „dieses“ würde ich
verstehen: mutig sein. Die Augen offen zu haben und dann einfach machen.
Fluthilfe ist nur ein Beispiel unzähliger Möglichkeiten. Es ist eine
Herzensentscheidung gewesen und es tut gut.“

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

„Ich wünsche mir mehr Macher. Menschen die das
Gesamtkonzept Erde im Blick haben. Ich wünsche mir Klimaschutz und effektive
Konzepte, weil es um die Menschen geht und nicht um ein „bisschen Naturschutz
im Regenwald“ und ich wünsche mir viele weitere Momente des „Zusammenhalts und
Engagement“, wie wir es die letzten Wochen sehen konnten.“

Das Projekt in Kürze:

Für mich begann das Projekt mit einem der ersten privat organisierten Hilfskonvois in Richtung des Katastrophengebietes. Am 16.Juli um 21:30 Uhr ging unser Aufruf online. Am 17.Juli um 14:00 Uhr hatten wir bereits vier Pkws mit Anhängern, einen Sprinter, einen Baustofftransporter und ein Feuerwehrauto voll mit Spenden beladen. Das Ziel waren die Arloffer Thonwerke. So wurde das Hilfszentrum zum Knotenpunkt von Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland. Sicherlich hat jeder seine eigene Geschichte, wie er dorthin kam.

Unser Hilfszentrum war nicht nur eine Versorgungshalle im klassischen Sinne, sondern auch eine „Heile Welt“ im Chaos und ein Ergebnis aus hunderten helfenden Händen mit dem Ziel aktiv Gutes zu tun. Binnen sechs Wochen haben wir unzählige Geschichten gehört, miteinander geweint und gelacht und jeder konnte seinen Teil zur Fluthilfe beigetragen.

In dieser Zeit haben über 80 Personen in unserem Team sortiert, umgeräumt, organisiert und zugehört. Über 150 Firmen und Privatpersonen haben unser Hilfszentrum mit Gütern versorgt. Wir konnten über Facebook durchschnittlich 6000-8000 Menschen erreichen. Anfangs besuchten uns täglich bis zu 1200 Menschen. In den letzten beiden Wochen reduzierten sich die Zahlen auf 200 Personen pro Tag.

Unser Projekt ist ein Ort, an dem Fremde zu Freunden wurden. Wir bedanken uns bei jedem Einzelnen, der diesen Ort mitgestaltet hat.

 

 

 

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